Anlässlich des bundesweiten „Tags der Biotonne“ am 26. Mai informieren wir über die richtige Nutzung der Biotonne und die Bedeutung der getrennten Sammlung. Wer Obst-, Gemüse- und Gartenabfälle in die Biotonnen gibt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Im vergangenen Jahr sammelten die Kasseler rund 9.600 Tonnen Bioabfall über die Biotonne. Dennoch besteht weiterhin Potenzial: Noch immer landen ca. 30 bis 40 Prozent der Bioabfälle im Restmüll. Dabei sind organische Abfälle viel zu wertvoll für die Verbrennung. Getrennt gesammelt entsteht aus Bioabfall hochwertiger Kompost. Dieser dient in der Landwirtschaft sowie im privaten Garten als natürlicher Nährstofflieferant und verbessert nachhaltig die Bodenqualität.
Für eine erfolgreiche Verwertung ist die richtige Trennung entscheidend. Obst- Gemüse- und sonstige Lebensmittelreste können problemlos über die Biotonne entsorgt werden. Zum Sammeln eignen sich Zeitungspapier oder Papierbeutel, da sie Feuchtigkeit aufnehmen, Gerüche reduzieren und die Biotonne sauber halten. Papiertüten sind im Handel erhältlich.
Verboten sind in der Stadt Kassel kompostierbare Kunststoffe wie sogenannte Bioabfallbeutel, kompostierbare Kaffeekapseln oder Einwegbesteck. Diese Materialien zersetzen sich in der Kompostierungsanlage nicht schnell genug und hinterlassen Rückstände im Kompost. Ebenfalls ungeeignet sind Glas, Metall, Plastik, Katzenstreu oder Hundekot.
Enthält der Bioabfall zu viele Störstoffe, wird er in der Kompostierungsanlage nicht angenommen und muss als Restabfall entsorgt werden. Das verursacht hohe Kosten und belastet den Gebührenhaushalt. Um die Qualität des Bioabfalls sicherzustellen, kontrollieren die Stadtreiniger regelmäßig die Biotonnen. Falsch befüllte Tonnen werden nicht geleert und mit einem roten Aufkleber versehen. Die Nutzerinnen und Nutzer können anschließend die Fehlwürfe aussortieren oder eine kostenpflichtige Leerung als Restabfall veranlassen.
Hier gibt es weitere Informationen zur Biotonne und der Kampagne "Wir für Bio" (Öffnet in einem neuen Tab).
Was darf in die Biotonne:
- Gemüse- und Obstreste
- Schalen, Zitrusfrüchte, gekochte und rohe Essensreste
- geringe Mengen Fleisch-, Wurst- und Fischreste
- Verdorbene Lebensmittelreste (ohne Verpackung)
- Milchprodukte wie Quark, Joghurt (ohne Verpackung)
- Kaffeesatz, -filter, Teebeutel
- Nuss- und Eierschalen
- Hecken- und Rasenschnitt
- Blumen und Laub